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Juristische Fakultäten im Vergleich: Der Weg zur perfekten Uni

Finde die ideale Jura-Uni: Experten vergleichen Standorte, Campus-Atmosphäre und Karrierechancen für dein Studium.

12 Fragen beantwortet
22 Podcast-Episoden
20 Experten
Marc OhrendorfVon Marc Ohrendorf · Aktualisiert März 2026

Inhaltsüberblick

Juristische Fakultäten im Vergleich: So findest du die richtige Uni für dein Jurastudium

Die Wahl der richtigen juristischen Fakultät ist eine der ersten und zugleich wichtigsten Entscheidungen im Jurastudium. Deutschlandweit bieten über 40 Universitäten ein Studium der Rechtswissenschaften an – doch sie unterscheiden sich erheblich in Schwerpunktbereichen, Betreuungsverhältnis, internationaler Ausrichtung und Reputation bei Arbeitgebern. Wer hier strategisch wählt, legt den Grundstein für eine erfolgreiche juristische Karriere.

Die Diskussion um juristische Fakultäten geht dabei weit über einfache Rankings hinaus. Entscheidend sind Fragen wie: Welche Schwerpunktbereiche bietet die Fakultät an? Wie ist das Verhältnis zwischen Studierenden und Professorinnen bzw. Professoren? Gibt es Partnerschaften mit ausländischen Universitäten oder Kooperationen mit Kanzleien und Unternehmen? Und wie bereitet die Fakultät auf das Staatsexamen vor (vgl. Episode 37)?

Worauf es bei der Uni-Wahl wirklich ankommt

Rankings sind ein Orientierungspunkt, aber nicht das einzige Kriterium. Die Examensergebnisse einer Fakultät können ein Indikator für die Qualität der Ausbildung sein, spiegeln aber auch die Zusammensetzung der Studierendenschaft wider. Wichtiger für den individuellen Studienerfolg sind oft:

  • Schwerpunktbereiche: Wer sich für Wirtschaftsrecht interessiert, sollte eine Fakultät wählen, die hier besondere Stärken hat. Gleiches gilt für internationales Recht, IT-Recht oder Kriminologie (vgl. Episode 80)
  • Betreuungsverhältnis: Kleinere Fakultäten bieten oft eine intensivere persönliche Betreuung, während große Fakultäten mehr Wahlmöglichkeiten und ein breiteres Netzwerk bieten
  • Didaktische Innovation: Einige Fakultäten setzen verstärkt auf moderne Lehrformate wie Videovorlesungen, Legal-Tech-Seminare oder Moot Courts (vgl. Episode 314)
  • Internationale Vernetzung: Austauschprogramme, LL.M.-Kooperationen und fremdsprachige Lehrveranstaltungen erweitern den Horizont und verbessern die Karrierechancen
  • Standort und Lebenshaltungskosten: Studieren in München oder Hamburg ist teurer als in Leipzig oder Greifswald – das beeinflusst die Lebensqualität und die Möglichkeit, sich aufs Studium zu konzentrieren

Die Rolle der Fakultät für die spätere Karriere

In der juristischen Berufspraxis spielt die Reputation der Fakultät eine differenzierte Rolle. Für Großkanzleien kann der Name der Universität ein Faktor sein, doch letztlich zählt die Examensnote deutlich mehr. Im öffentlichen Dienst ist die Universität praktisch irrelevant – hier entscheiden ausschließlich die Prüfungsergebnisse. Und für eine wissenschaftliche Karriere sind die Forschungsschwerpunkte der Fakultät und die Betreuungsmöglichkeiten für die Promotion entscheidend (vgl. Episode 282).

Was jedoch alle Karrierewege gemeinsam haben: Die Kontakte, die während des Studiums geknüpft werden, können den Berufseinstieg erheblich erleichtern. Alumni-Netzwerke, studentische Vereinigungen und die Nähe zu juristischen Arbeitgebern am Standort sind praktische Vorteile, die über Rankings hinausgehen.

Reformdiskussion und Zukunft der juristischen Ausbildung

Die Diskussion um die Reform der Juristenausbildung betrifft auch die Fakultäten direkt. Fragen wie die Einführung eines integrierten Bachelors, die Stärkung der Praxisbezüge im Studium oder die Rolle von Legal Tech in der Lehre werden intensiv diskutiert (vgl. Episode 102). Studierende, die eine Fakultät wählen, die hier fortschrittlich agiert, profitieren von einer zeitgemäßeren Ausbildung, die besser auf die Anforderungen des modernen Rechtsmarkts vorbereitet.

Letztlich gilt: Die „beste“ Fakultät gibt es nicht – es gibt nur die beste Fakultät für dich persönlich. Wer seine eigenen Interessen, Lernpräferenzen und Karriereziele kennt, kann eine fundierte Wahl treffen, die das Studium und den späteren Berufseinstieg positiv prägt.

Fragen & Antworten

12 Antworten aus Podcast-Episoden

In Stanford oder Berkeley lehren viele Praktiker, die nach Jahren in Kanzleien oder Start-ups zurückkehren. Seminare verbinden Dogmatik mit Prototyping: Studierende bauen juristische Apps oder pitchen Geschäftsmodelle. Dank privater Finanzierung gibt es Budget, Räume und Mentoren. Dieser praxisnahe Spirit fehlt deutschen Fakultäten oft, die sich stärker auf klassische Auslegungsfragen konzentrieren.

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Das sagen unsere Experten

„Der Schwerpunktbereich ist oft die erste Möglichkeit, das Jurastudium nach eigenen Interessen zu gestalten. Wer sich früh informiert, welche Fakultät welche Schwerpunkte anbietet, kann das Studium von Anfang an strategisch ausrichten – und hat im Examen einen echten Vorteil.“

„Ich habe als Studentin gemerkt, wie wichtig gute Hochschuldidaktik ist. Videovorlesungen, interaktive Formate und der Einsatz von Legal-Tech-Tools machen das Lernen nicht nur effizienter, sondern auch motivierender. Fakultäten, die hier investieren, bereiten ihre Studierenden besser auf die Praxis vor.“

„Für die wissenschaftliche Karriere ist die Wahl der Fakultät besonders wichtig – nicht wegen des Namens, sondern wegen der Forschungsschwerpunkte und der Promotionsmöglichkeiten. Wer habilitieren möchte, sollte sich früh mit den Arbeitsgruppen und Lehrstühlen an verschiedenen Standorten beschäftigen.“

„Diversity an juristischen Fakultäten ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit. Studierende profitieren von unterschiedlichen Perspektiven und Lebenserfahrungen in Seminaren und Lerngruppen – und auch Arbeitgeber achten zunehmend darauf, wie divers die Ausbildungsstätten ihrer Bewerber waren.“

„Ich habe als Student einen BGB-Moot-Court an meiner Fakultät mitorganisiert – das war nicht nur fachlich bereichernd, sondern hat mir gezeigt, wie wichtig die praktische Anwendung des Gelernten ist. Fakultäten, die solche Formate anbieten, machen einen echten Unterschied.“

Über den Autor

Marc Ohrendorf

Marc Ohrendorf

Gründer, Irgendwas mit Recht

Marc ist Gründer von Irgendwas mit Recht und hat als Jurist und Podcaster mit über 350 Episoden einzigartige Einblicke in die juristische Berufswelt gesammelt. Für die Karriere-Artikel recherchiert er aktuelle Entwicklungen und spricht mit Expertinnen und Experten aus Kanzleien, Unternehmen und dem öffentlichen Dienst.

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