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Netzwerken für Juristen: Strategien für den langfristigen Karriereerfolg

Baue dein juristisches Netzwerk auf! Experten verraten in 300+ Episoden, wie du Mentoren findest und Mandate akquirierst.

12 Fragen beantwortet
21 Podcast-Episoden
19 Experten
Marc OhrendorfVon Marc Ohrendorf · Aktualisiert März 2026

Inhaltsüberblick

Netzwerken für Juristen: Der unterschätzte Karrierefaktor

Ein starkes Netzwerk ist für Juristinnen und Juristen weit mehr als eine Sammlung von Visitenkarten. Es ist ein Karrierebeschleuniger, eine Quelle für Mandate, ein Schutzschirm in schwierigen Zeiten und ein Tor zu Möglichkeiten, die ohne persönliche Verbindungen unsichtbar bleiben würden. In Episode 342 zeigt Christian Wensing, wie ein LL.M. in London und Secondments nicht nur fachlich bereichern, sondern vor allem ein internationales Netzwerk schaffen, das die gesamte Karriere trägt.

Netzwerken beginnt im Studium

Die besten Netzwerke wachsen organisch über Jahre. Bereits im Jurastudium entstehen Kontakte, die später zu Mandantenbeziehungen, Kooperationen oder Jobempfehlungen führen. Moot Courts, Fachschaftsarbeit, studentische Rechtsberatung und Praktika sind nicht nur Lerngelegenheiten, sondern Netzwerk-Investitionen. In Episode 235 betonen Katja Urbatsch und Denise Benz, wie wichtig Initiativen für Chancengleichheit sind — gerade für Erstakädemikerinnen und -akademiker, denen familiäre Netzwerke in der Juristerei fehlen.

Die juristische Welt ist kleiner, als man denkt. Kommilitoninnen und Kommilitonen von heute sind die Partnerinnen und Partner, Richterinnen und Richter oder General Counsels von morgen. Wer diese Beziehungen früh pflegt, baut ein Fundament, das ein ganzes Berufsleben trägt.

Professionelles Netzwerken: Veranstaltungen und Verbände

Fachkonferenzen, Kanzleievents und Berufsverbände sind die klassischen Netzwerk-Arenen für Juristinnen und Juristen. In Episode 338 wird gezeigt, wie offene Lernformate und Initiativen wie LawBiz Innovators neue Netzwerkmöglichkeiten schaffen, die über traditionelle Formate hinausgehen.

Effektives Netzwerken auf Veranstaltungen folgt einigen Grundregeln: Qualität vor Quantität bei den Gesprächen, echtes Interesse am Gegenüber, zeitnahes Follow-up und regelmäßige Kontaktpflege. Es geht nicht darum, möglichst viele Menschen zu kennen, sondern belastbare Beziehungen aufzubauen, die auf gegenseitigem Respekt und Nutzen basieren.

Digitales Netzwerken: LinkedIn und darüber hinaus

LinkedIn hat sich zur wichtigsten digitalen Networking-Plattform für Juristen entwickelt. Regelmäßige Fachbeiträge, Kommentare zu relevanten Themen und die strategische Vernetzung mit Entscheidungsträgern bauen digitale Sichtbarkeit auf. In Episode 307 wird deutlich, wie global vernetzte Juristinnen und Juristen Krisen wie COVID bewältigen — ein Szenario, das ohne internationales Netzwerk kaum denkbar wäre.

Podcasts wie „Irgendwas mit Recht“ sind selbst Teil des juristischen Netzwerkens geworden: Sie machen Karrierewege sichtbar, verbinden Gäste mit Hörerinnen und Hörern und schaffen eine Gemeinschaft, die über die einzelne Episode hinausreicht.

Mentoring als Netzwerk-Turbo

Eine besonders wirkungsvolle Form des Netzwerkens ist das Mentoring. In Episode 282 wird die Rolle von Mentorinnen und Mentoren für den wissenschaftlichen Karriereweg hervorgehoben. Aber auch außerhalb der Wissenschaft sind erfahrene Führungskräfte, die ihre Erfahrungen und Kontakte teilen, ein unschätzbarer Vorteil für den Karriereaufstieg.

Fragen & Antworten

12 Antworten aus Podcast-Episoden

Internetregeln entstehen nicht im Skript, sondern durch ökonomische Triebkräfte und Code. Wer soziale Netzwerke regulieren will, muss verstehen, welche Algorithmen Reichweiten schaffen und welche Geschäftsmodelle Daten sammeln. Ohne diesen interdisziplinären Blick bleibt juristische Ausbildung altbacken und kann digitale Grundrechte kaum verteidigen.

IMR040: Gesellschaft für Freiheitsrechte | Interview Richter und Podcaster Lage der Nation

Aus Episode #40

IMR040: Gesellschaft für Freiheitsrechte | Interview Richter und Podcaster Lage der Nation

mit Dr. Ulf Buermeyer

Das sagen unsere Experten

Mein Secondment bei einem Mandanten hat mir mehr berufliche Kontakte gebracht als jedes Networking-Event. Die besten Netzwerke entstehen durch gemeinsame Arbeit und geteilte Erfahrungen.

Für Erstakademikerinnen und -akademiker ist das Netzwerken besonders wichtig, weil sie nicht auf familiäre Verbindungen in der Juristerei zurückgreifen können. Initiativen wie Arbeiterkind.de helfen, diese Lücke zu schließen.

In einer Rückversicherung arbeitet man mit Partnerkanzleien weltweit zusammen. Dieses internationale Netzwerk ist nicht nur beruflich wertvoll, sondern bereichert auch persönlich ungemein.

Business Development in Kanzleien ist im Kern Netzwerkarbeit. Wer früh lernt, authentische Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, hat einen entscheidenden Vorteil auf dem Weg zur Partnerschaft.

Digitale Formate wie Podcasts und LinkedIn haben das juristische Netzwerken demokratisiert. Heute kann jede Referendarin mit einem klugen Beitrag die Aufmerksamkeit einer Partnerin gewinnen.

Über den Autor

Marc Ohrendorf

Marc Ohrendorf

Gründer, Irgendwas mit Recht

Marc ist Gründer von Irgendwas mit Recht und hat als Jurist und Podcaster mit über 350 Episoden einzigartige Einblicke in die juristische Berufswelt gesammelt. Für die Karriere-Artikel recherchiert er aktuelle Entwicklungen und spricht mit Expertinnen und Experten aus Kanzleien, Unternehmen und dem öffentlichen Dienst.

Passende Episoden

21 relevante Podcast-Folgen

IMR307: Eine globale Krise wie COVID juristisch managen, Waldbrände in Kalifornien, Haus der 1000 juristischen Berufe, Vielfalt der Tätigkeiten in einem Konzern
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mit Julia Schubring-Giese

Herzlich willkommen zur 307. Episode von Irgendwas mit Recht: Marc Ohrendorf spricht mit Julia Schubring-Giese von Munich Re über ihren ungewöhnlichen Weg vom Azubi zur Senior Executive in der Rückversicherung sowie über die Frage, warum sie sich trotz guter Jobchancen für das zweite Staatsexamen entschied. Was macht man als Jurist im Claims-Management und Corporate Underwriting? Wie funktioniert das Geschäftsmodell der Rückversicherung? Wie managed man eine globale Krise wie Covid-19 oder kalifornische Waldbrände in Milliardenhöhe? Warum kann ein Mathematiker im selben Büro sitzen wie eine Juristin – und beide profitieren davon? Weshalb legt Munich Re so viel Wert auf Motivation im Anschreiben und wirtschaftliches Verständnis von Juristinnen und Juristen? Neben Antworten auf diese Fragen gibt Julia Euch Einblicke in flexible Arbeitsmodelle, die Vereinbarkeit von drei Kindern und Topmanagement-Job, beschreibt Bewerbungsprozesse, Trainee-Programme und welche Fähigkeiten für juristische Karrieren in einem internationalen Konzern wichtig sind. Zudem diskutieren Marc und Julia, ob man heute noch ein Referendariat braucht, wann der richtige Zeitpunkt für Kinder ist und welche Chancen sich aus einem breiten Netzwerk ergeben. Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhaltet Ihr in dieser Folge von IMR. Viel Spaß!

IMR252: Guter Rechtsjournalismus, Pressesprecher, Kommunikationsberatung, Kolumne für N-TV, Podcast Host Gerechtigkeit & Loseblat-t
#252

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mit Hendrik Wieduwillt

In Episode 252 von Irgendwas mit Recht spricht Marc mit Hendrik Wieduwilt, einem vielseitigen Juristen und Medienexperten, den viele auch aus seiner N-TV-Kolumne oder dem Jurapodcast 'Gerechtigkeit und Loseblatt' kennen. Hendrik berichtet von seinem Werdegang, der ihn vom Jurastudium über den Journalismus, die Tätigkeit als Pressesprecher im Justizministerium bis hin zur Selbstständigkeit als (u.a.) Kommunikationsberater geführt hat. Ist ein juristisches oder journalistisches Studium der sinnvollere Einstieg in den Rechtsjournalismus? Warum führt der Gutachtenstil oft zu unpräzisen Formulierungen und wie kann man als Jurist besser kommunizieren? Wie findet man den Mut zur Selbstständigkeit? Wie geht man mit der Unsicherheit um? Warum ist der klassische Netzwerkglaube überschätzt - und gezielte persönliche Kontakte oft wertvoller? Antworten auf diese und viele weitere Aspekte einer spennenden Karriere erhaltet Ihr in dieser Folge von IMR. Viel Freude!

IMR314: Didaktischer Unsinn Staatsexamen, juristische Videoproduktion, Hochschuldidaktik, Arbeitsgerichtsverband, selbstständig als Jurist, mit DSKRPT lernen
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mit Sven Störmann

Sven Störmann gibt spannende Einblicke in seinen ungewöhnlichen juristischen Werdegang und berichtet von seinen Erfahrungen an der Bucerius Law School, seinem Engagement im Deutschen Arbeitsgerichtsverband und seiner Rolle als Mitgründer des EdTech-Startups Dskrpt. Wie beeinflusst ein Jura-Studium abseits klassischer Wege die Karriere? Was sind die Fallstricke und Chancen bei der Entwicklung digital gestützter Hochschuldidaktik? Warum hält Sven die traditionellen Staatsexamina für überholt und welche Alternativen sieht er für die Prüfung angehender Juristinnen und Juristen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhaltet Ihr in dieser Folge von IMR. Viel Spaß!

IMR342: Come in & find out: Douglas an die Börse bringen, Glocke der Frankfurter Börse läuten, von der Kanzlei in die Rechtsabteilung wechseln, Secondments, LL.M. in London
#342

IMR342: Come in & find out: Douglas an die Börse bringen, Glocke der Frankfurter Börse läuten, von der Kanzlei in die Rechtsabteilung wechseln, Secondments, LL.M. in London

mit Christian Wensing

In der 342. Episode von Irgendwas mit Recht spricht Marc mit Christian Wensing, Volljurist und heute in leitender Position in der Rechtsabteilung von Douglas. Christian erzählt, wie er über ein Faible für Sprachen, einen juristischen Vater und erste vage Berufsüberlegungen zum Jurastudium in Münster gekommen ist, warum ihn wirtschaftsnahe Themen wie Kartell- und Gesellschaftsrecht fasziniert haben und wie Stationen im Bundeskartellamt, in Großkanzleien und in der Rechtsabteilung von Henkel seinen Wunsch nach internationaler Arbeit geprägt haben. Es geht darum, weshalb er den eher ungewöhnlichen Weg gewählt hat, den LLM erst nach dem zweiten Examen in London zu machen, welche Rolle Sprache und Netzwerke spielen. Wie bereitet sich ein europaweit tätiger Retailer mit Milliardenumsätzen auf ein Börsen-Listing vor? Was bedeutet eine umfassende Due Diligence aus Unternehmenssicht konkret und wie koordiniert man intern Datenräume, Fragenkataloge und externe Berater? Was unterscheidet die Perspektive eines Kanzlei-Anwalts von der eines Unternehmensjuristen, der auch die Integration von Zukäufen und die langfristige Entwicklung im Konzern begleitet? Wie fühlt es sich an, wenn Kapitalmarktrecht plötzlich zum täglichen Handwerkszeug wird, obwohl man ursprünglich aus dem Private-Equity- und M&A-Bereich kommt? Und welche Überlegungen sollten Studierende und Referendarinnen anstellen, wenn sie zwischen Großkanzlei, LLM, Promotion und Unternehmensjuristerei abwägen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhaltet Ihr in dieser Folge von IMR. Viel Spaß!